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Einzigartige Lage auf den Malediven, um einen Blick auf Mantas und Walhaie zu erhascehn

By Maldives Traveller
26 July 2019
Einzigartige Lage auf den Malediven, um einen Blick auf Mantas und Walhaie zu erhascehn

In den letzten Jahren haben sich die Malediven den Ruf erworben, einer der besten Tauchplätze der Welt zu sein.


Dies ist kaum überraschend, da das Land zu über 90 Prozent aus Wasser besteht und die Vielfalt der unter Wasser lebenden Meerestiere einfach erstaunlich ist. Taucher, Unterwasserfotografen, Meeresbiologen und Menschen, die ein Interesse an dem haben, was sich unterhalb der Oberfläche der Meere befindet, strömen in das Land, um die verschiedenen Geheimnisse der Tiefe zu erforschen und ihre spektakuläre Schönheit zu genießen.


Während es auf den Malediven viele beliebte Tauchplätze gibt, die mit ihren einzigartigen Aspekten und ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten die Taucher ablocken, gibt es auf den Malediven ein Gebiet, das in den letzten Jahren durch ein einzigartiges saisonales Phänomen, das jedes Jahr dort auftritt, weltweite Aufmerksamkeit erregt hat. Dieses Gebiet ist als Hanifaru Bay bekannt und der Grund, warum es zu einem solchen Hotspot für Meeresliebhaber geworden ist, besteht darin, dass es zu einem Sammelplatz für zwei der größten Planktonfresser der Welt geworden ist: die Mantas und die Walhaie.


Kurz nachdem der Tourismus in den späten 1970er Jahren auf den Malediven begann, wurde sich die Regierung der Notwendigkeit bewusst, einige der anfälligsten Gebiete und Arten auf den Malediven zu schützen, wenn sie sicherstellen wollten, dass der Tourismus ein nachhaltiges Unterfangen bleiben sollte. Dies Ziel wurde dadurch erreicht, indem mehrere der besten Tauchplätze des Landes zu sogenannten Marine Protected Areas (MPA) erklärt wurden. Hanifaru Bay ist jedoch eine Neuzugang auf der Liste, da sie erst im Jahre 2009 zur MPA erklärt wurde. Die Hanifaru Bay MPA liegt zwischen Dharavandhoo und Kihaadhuffaru im Baa Atoll (South Maalhosmadulu Atoll) der Malediven und erstreckt sich bis in das Gebiet um die Hanifaru Island; sie verläuft entlang einer 200 m Grenze außerhalb der äußeren Riffkante.


Von Mai bis November blühen die mikroskopisch kleinen Lebewesen, das sogenannte Zooplankton, in dem Gebiet in ungewöhnlich hoher Dichte auf – aufgrund der hydrodynamischen Bedingungen, die in diesem Zeitraum im Meer entlang dieses Gebietes herrschen. Es ist dieser riesige Anstieg der Zooplanktondichte, der die Mantarochen und die Walhaie in großer Zahl an diesen Ort zieht, denn Zooplankton stellt das "Lieblingsessen" dieser beiden Riesentiere dar. Wenn die Mondflut gegen die südwestliche Monsunströmung des Indischen Ozeans drückt, zieht ein Saugeffekt tropischen Krill und anderes Plankton aus der Tiefe an die Oberfläche. Diese Strömung bewirkt, dass der Krill in die Cul-de-Sac, der Sackgasse der Hanifaru-Bucht, fließt; obwohl sich dieser seinen Weg durch die Korallenwände der Bucht und ins offene Meer bahnen könnte, wenn er in der Nähe der Oberfläche bliebe, kommt es nicht dazu, denn sein Instinkt zwingt ihn, tiefer in die Lagune einzutauchen, weiter weg vom Sonnenlicht. So werden sie tief in der Schale der Bucht gezogen, was dazu führt, dass sich eine massive Konzentration an Plankton bildet und das Wasser einen wölkigen Eindruck erweckt; ein wahres Fest, dem keine Planktonliebhaber wie die Mantas und die Walhaie widerstehen können.


Dieser einzigartige Ort erregte internationale Aufmerksamkeit, nachdem die UNESCO 2011 das Baa-Atoll zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärte. Die erstaunliche Hanifaru Bay, in der sich an manchen Tagen Hunderte von Mantas in der Gegend zu einem hypnotischen und spektakulären Ballett der Unterwasserfütterung versammeln, während die 2.000 Pfund schweren Riesen das Krill des Indischen Ozeans als Feinschmecker verzehren und Tausende und Abertausende von winzigen Silberhäuten wie glitzernder Feenstaub um sich herumwirbeln.


Die einzigartige Umgebung der Hanifaru Bay hat die Mantas dazu veranlasst, ihr gewohntes Repertoire der Nahrungsaufnahme zu erweitern und neue Wege zu entwickeln, die besser an die engen Grenzen der Bay angepasst sind. So sind Manöver der Mantarochen in der Hanifaru-Bucht entstanden, die man sonst nirgendwo auf der Welt findet. Eines der neuen Manöver, die in der Hanifaru Bay beobachtet wurden, wird als "Zyklonfütterung" bezeichnet: Diese tritt auf, wenn 50 oder mehr Fischketten in die Bucht ausschwärmen und der Kopf dieser Linie an den Schwanz derselben gerät, wodurch sich die Kette als Wirbel dreht. Mit mehr als hundert Riesenmantas in der Spirale bricht die Kette zusammen, was zu Chaos führt. Es kommt überall zum Chaos – Mantas, die gegeneinander stoßen – und plötzlich treten in diesem Chaos die trägen, schönen Riesen hervor, die als Walhaie bekannt sind, jeder so groß wie ein 40-Fuß-Container. Vorhersehbar ist, dass diese "Völlerei" nicht allzu lange dauert – höchstens eine Stunde –, da Plankton in großen Mengen verbraucht wird. Es ist jedoch eine Gelegenheit, diesen kurzen, wunderbaren Moment zu erleben, in dem Taucher, Schnorchler und andere Liebhaber der Meeresfauna auf die Malediven strömen.


Das Schwimmen mit Walhaien oder Mantas ist ein Erlebnis für sich, aber diese beiden erstaunlichen Arten in ihrer chaotischen Unterwassertanzvereinigung zu beobachten, ist etwas, das kein Taucher missen möchte.

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