Reiseführer

Geschichte der Malediven

Traditionelle Trachten der Malediven
Traditionelle Trachten der Malediven

Die frühe Geschichte der Malediven ist eine Mischung aus Fakten und Legenden. Unsere Geschichte wurde geformt und gestaltet wie Ebbe und Flut. Die Malediven wurden von den bedeutendsten Kulturen aus aller Welt beeinflusst. Die Phönizier, Ägypter und die Mesopotamier kamen in früheren Zeiten auf die Inseln, und alle haben ihre Spuren hinterlassen. 


Die berühmte Kaurischnecke, die früher in verschiedenen Ländern der Welt als Währung diente, wurde in den Ruinen des früheren Hafens von Lothal im Indus Valley gefunden, zurückdatierend auf 1400 vor Christus. Thor Heyerdahl, der berühmte Archäologe schrieb, dass die Malediven zuerst von Seefahrern besiedelt wurden, die als „Redhin“ bekannt waren und 2500 vor Christus lebten. Später wechselte die Staatsreligion zuerst zum Buddhismus und danach zum Islam. 


1558 marschierten die Portugiesen ins Land ein und regierten es bis 1573. Sie wurden jedoch im 17. und 18. Jahrhundert ständig von den Malabaren aus Südwest Indien überfallen, die dann wahrscheinlich 1752 ins Land einmarschierten.

Die Sultane ersuchten zuerst Hilfe bei den Franzosen und 1887 unterzeichneten sie eine Einwilligung zum Protektorat mit den Briten. 


Historische Vermächtnisse

Historische Vermächtnisse der Malediven wurden auf der ganzen Welt gefunden, von Rom bis China, in Tagebüchern von französischen und arabischen Reisenden, schon ab dem 1. Jahrhundert nach Christus. Zusätzlich zum Inhalt der Vermächtnisse, helfen die Vermächtnisse an sich, die geschichtlichen Verknüpfungen zu ergründen, die es mit verschiedenen Ländern und Menschen weltweit gab. Frühere Chroniken von Südindien und den Mahavansa aus Sri Lanka enthalten Hinweise auf die Malediven. 


Gemäß der Mahavansa trieb ein Schiff, das 500 vor Christus nach Sri Lanka segelte und auf dem Prinz Vijaya anwesend war, ab, und landete auf der Insel Mahiladvipika, welche zu den Malediven gehört. In einem römischen Naviagtionshandbuch aus dem ersten Jahrhundert nach Christus, erwähnt Periplus Maris Erithraei bestimmte Inseln, die vermuten lassen, dass es sich um die Malediven handelt. 


Ptolemäus, der berühmte griechische Astronom, Mathematiker und Geograph lebte im 2. Jahrhundert nach Christus; er bezog sich in seiner Geographie auf die Malediven. 


Die ersten Hinweise von Maledivern, die ins Ausland reisten, wurden den Schriften des römischen Geschichtsforschers Amianus Marcelinus ( ca. 320-390 nach Christus) entnommen. 


Er hat einen Besuch von einer Delegation Divis (Maledivern) 362 nach Christus in Rom erwähnt, die dem Kaiser Julian Geschenke überreicht haben. 


Ein historisches Dokument aus China belegt, dass der König der Malediven dem Kaiser von China Kao-Tsung der Tang Dynastie in den Jahren 658 und 662 nach Chritus Geschenke geschickt hat. Die Geschenke wurden ihm von Maledivern an seinem Hof überreicht. 


Gemäß schriftlicher Aufzeichnungen der Chola Dynastie aus Südindien, erbeutete König Chola Raja Raja 1 (985-1014 nach Christus) nach einem Marinegefecht, während des späten 10. oder 11. Jahrhunderts nach Christus einige Inseln der Malediven. Arabische Reisende schrieben ebenfalls schon 900 nach Christus über die Malediven.


1343 nach Christus besuchte Ibn Batutam, der berühmte Historiker und Reisende die Malediven. Er blieb dort und schrieb über das Land. 


Der berühmte französische Reisende Francois Pyrard de Laval landete 1602 nach Christus, während der Herrschaft von Kalaafaanu, mit seinem Schiff „Corbin“ auf den Malediven. Die Schriften von Pyrard enthalten eine Menge Geschichten und Erlebnisse auf den Malediven in dieser Zeit. 


Das Volk und seine Sprache

Es gibt Beweise, die darauf hindeuten, dass die Malediven schon im 4. Jahrhundert vor Christus bevölkert waren. Es ist bewiesen, dass die ersten Siedler von einer Indo-Europäischen Rasse aus Indien stammten und historische Aufzeichnungen belegen, dass ebenso Menschen aus Arabien und Ostafrika, wenn auch nur wenige, eingewandert sind. Ein anthropologisches Gutachten, das Ende des 19. Jahrhunderts durchgeführt wurde, zeigte, dass die Einwohner der Malediven Merkmale aufwiesen, die sie von Leuten, aus allen Teilen des Indischen Ozeans, geerbt haben mussten. Heute sind die Malediver gemischtrassig. Die Malediven sind von 300,000 Menschen bevölkert. Urlauber bezeichnen die Malediver als freundliches und hilfsbereites Volk, als friedliche Rasse und als Volk, das sehr zuvorkommend zu Besuchern und Urlaubern ist. 


Das maledivische Volk ist durch eine gemeinsame Geschichte, den Glauben und die Sprache vereint. 

Obwohl die Inseln auf einer großen Fläche übers Meer verstreut sind, werden sie von einem Band zusammengehalten, das die Malediven seit Jahrhunderten als Nation vereint. 


Die Landessprache der Malediven ist Dhivehi. Die Sprache hat über die Jahrhunderte, durch den Kontakt mit der restlichen Welt, verschiedene Änderungen erfahren. Aufgrund der großen Distanz einzelner Inseln, ist es nicht überraschend, dass der Wortschatz und die Aussprache von Atoll zu Atoll variieren, was besonders in den südlichsten Atollen deutlich wird. 


Sie weist eine große Ähnlichkeit zu mehreren anderen Sprachen aus Sri Lanka und dem restlichen Asien, auf. Sie enthält viele arabische, hindi und englische Wörter. Die frühen Siedler sprachen „Elu“, das war eine Abwandlung des ursprünglichen Singhalesisch. 


Viele der Wörter in Dhivehi haben ihre Wurzeln im Sanskrit. Dhivehi wird in der Amtsführung verwendet. Vor den sechziger Jahren im 20. Jahrhundert wurde Dhivehi als Hauptfach in allen Schulen unterrichtet, aber selbst heute noch ist Dhivehi ein Pflichtfach im maledivischen Lehrplan. 


Englisch wird von fast allen Einheimischen verstanden und gesprochen. Die meisten Menschen, die im Tourismussektor arbeiten sprechen noch andere europäische Sprachen und Japanisch. 


Kleidung

Die Malediver haben ihre eigene nationale Kleidung und Trachten, die sich im Laufe der Zeit verändert haben. Sogar heute noch, werden sie bei einem Spaziergang in Male die Mischung aus Tradition und Moderne bemerken. 


Das älteste maledivische Kleidungsstück ist der libaas, der sich mit der Zeit weiterentwickelt und verändert hat. 


Der libaas wird zusammen mit einem Unterrock getragen, der feyli genannt wird. Der Feyli war traditionell ein wichtiges Kleidungsstück, sowohl für Männer als auch für Frauen. Es ist ein schwarzes oder dunkelbraunes Wickeltuch mit weißen Streifen am unteren Rand. 


Der Feyli wurde vom Adel als Sarong getragen. Das Wickeltuch war ebenso Teil der Festkleidung von den Schlosswachen und anderer Bediensteter im Palast. 


Der Dhigu hedhun wurde erst in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts entworfen und wird heute hauptsächlich von Frauen als alltägliches Kleidungsstück, genauso wie zu wichtigen Veranstaltungen, getragen.

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